Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Technische, rechtliche und betriebliche Antworten für Hoteliers, Revenue Manager und Chief Technology Officers.

Q1: Wie reduziert Hospitality Shield™ den PCI-DSS Prüfaufwand für unser Hotel?
Traditionelle Rezeptions-Workflows erfassen Kreditkartendaten häufig manuell von Buchungs-Vouchern (MOTO) oder speichern sie in lokalen PMS-Datenbanken. Dies katapultiert das Haus in den strengen und kostspieligen PCI-DSS SAQ D Geltungsbereich mit dutzenden Prüfauflagen.

Hospitality Shield™ eliminiert PAN und CVV vollständig aus dem Hotelnetzwerk. Die Kreditkartendaten werden im Pre-Arrival Flow direkt in einer isolierten, PCI-DSS Level 1 zertifizierten Umgebung tokenisiert. Ihr PMS speichert ausschließlich langlebige Folgebelastungs-Tokens (CIT_SUBSEQUENT_MIT). Ihr Betrieb qualifiziert sich damit für das stark vereinfachte SAQ A Selbstauskunftsblatt (vorbehaltlich formeller Bestätigung durch Ihren Acquirer/QSA).
Q2: Ist der digitale Meldeschein rechtssicher nach § 30 des Bundesmeldegesetzes (BMG)?
Ja. Gemäß § 30 Abs. 1 & 2 BMG müssen Beherbergungsstätten bei Ankunft des Gastes Pflichtangaben (Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Anschrift, Staatsangehörigkeit, Mitreisende, Ankunfts- und Abreisetag) erheben und aufbewahren. Hospitality Shield™ validiert diese Daten digital im Pre-Arrival Check-in und versiegelt sie in einer manipulationssicheren Ed25519-WORM-Kette.

Besonders entscheidend: Nach § 30 Abs. 4 BMG sind die Daten genau ein Jahr nach dem Abreisetag aufzubewahren und innerhalb von drei Monaten zwingend zu löschen. Hospitality Shield™ führt diese Löschung durch atomares Crypto-Shredding (hardware-nahes Überschreiben der Schlüssel mittels _sodium.memzero) vollautomatisch durch.
Q3: Was passiert bei No-Show eines Gastes? Wie greift die Haftungsumkehr?
Bucht ein Gast ein Hotelzimmer über ein OTA oder Telefon, liegt für gewöhnlich keine Strong Customer Authentication (SCA) vor. Belastet das Hotel die vertragliche No-Show-Gebühr und der Gast reicht eine Rückbuchung ein (Visa Reason Code 13.1), entscheidet die kartenausgebende Bank zu über 82 % für den Gast.

Mit Hospitality Shield™ authentifiziert sich der Gast vor Anreise über einen signierten Einmal-Link in seiner Bank-App (Push-TAN/Biometrie). Das Scheme liefert das ECI 05 (bzw. 02) Kennzeichen. Damit erfolgt ein unwiderruflicher Haftungsübergang (Liability Shift): Selbst wenn der Gast den No-Show bestreitet, erstattet die kartenausgebende Bank den Betrag nicht zu Lasten des Hotels.
Q4: Wie funktioniert der Visa Compelling Evidence 3.0 (CE 3.0) Harvester?
Visa CE 3.0 erlaubt es Händlern, unberechtigte Rückbuchungsvorwürfe (Friendly Fraud / Reason Code 10.4) vorab abzuwehren, wenn standardisierte Nachweise über den Leistungsempfang vorliegen. Hospitality Shield™ aggregiert automatisch:
1. 3DS2 SCA Transaktionsbeleg (CAVV & ECI 05)
2. Den digital signierten BMG § 30 Meldeschein
3. Schließsystem-Logs der elektronischen Keycard (z.B. Zimmertüröffnung um 22:14 Uhr via Assa Abloy/Salto)
4. Gast-WLAN Radius-Session-Zeiten

Diese Beweise werden in ein kanonisches JSON-Dossier (RFC 8785) überführt und ohne menschliche Verzögerung in die Dispute-Schnittstellen der Acquirer eingespeist.
Q5: Benötigen wir Hardware-Installationen oder Umbauten im Hotel?
Nein. Hospitality Shield™ ist eine 100% Cloud-native Software-Architektur. Die Anbindung erfolgt über standardisierte REST-APIs und Webhooks Ihres vorhandenen Property Management Systems (Apaleo, Mews, OPERA Cloud, protel). Ihre bestehenden Zahlungs-Terminals und Schlüsselkartenleser bleiben unberührt.
Q6: Wo werden die Daten gehostet?
Ausschließlich auf dedizierten Servern in Deutschland (Hetzner Cloud Rechenzentren Falkenstein und Nürnberg), zertifiziert nach ISO/IEC 27001 und zu 100 % mit Ökostrom betrieben. Es findet kein Transfer in Drittstaaten oder US-Hyperscaler statt. "Wertschöpfung und Datenschutz bleiben im Land".
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